Geschwister

Vor einiger Zeit haben wir mit einer unserer Töchter, eine Zeit alleine verbracht. Es war interessant, sie einmal ohne Geschwister zu erleben. Sie war vernünftig und reif, zickte nicht rum und lobte uns als Eltern mit netten Worten.

Am nächsten Tag kamen ihre beiden Schwestern dazu und plötzlich, wie auf Knopfdruck, war ihr Verhalten ein ganz anderes. Mein Mann und ich schauten uns nur an und dachten, was denn jetzt hier gerade passiert ist? Vielleicht erlebst du solche Momente mit deinen Kindern auch? Oder, falls du keine eigenen Kinder hast, erinnerst du dich an ähnliche Szenen mit deinen Geschwistern, als du noch jünger warst?

Vor einiger Zeit habe ich einen Bericht, über die einzelnen Rollen innerhalb einer Geschwisterkontellation, gelesen und das jedes Kind (ältestes, mittleres, jüngstes Kind), je nachdem welche Rolle es einnimmt, besondere Verhaltensweisen aufweisen kann.

So gilt das älteste Kind als besonders Verantwortungsbewusst und zielstrebig. Das mittlere Kind sei ein guter Teamplayer und Vermittler und dem jüngsten werden hohe, soziale Kompetenzen und eine große Selbstständigkeit zugeschrieben. Jedes Kind vereint entsprechend seiner Rolle, positive als auch negative Verhaltensweisen. (Mehr zu lesen im unten stehenden Buchtipp). 

Nachdem ich diesen Bericht gelesen hatte, dachte ich mir:

Gut zu wissen! Dann kann ich ja jetzt schon versuchen, das ganze bestmöglich zu beeinflussen und negative Verhaltensweisen gar nicht erst hochkommen zu lassen.

Doch so sehr wir uns auch bemühten, gewisse Dinge entwickelten sich entsprechend der Konstellationen, ganz automatisch und wir konnten nur bedingt Einfluss darauf nehmen.

Aber mir hat es sehr geholfen, etwas über Geschwister und dessen Konstellationen, zu erfahren. 

Zum einen konnte ich meine eigene Rolle innerhalb meiner Familie besser einordnen. Zum anderen lernte ich, die Verhaltensweisen unserer Kinder, besser zu verstehen.

Zu manchen Zeiten denkt man vielleicht:

Was habe ich meinen Kindern mit der Geschwisterkonstellation nur angetan? 

Doch eigentlich laufen ganz normale Prozesse ab, auch wenn diese nicht immer so normal aussehen.

Es gibt einen Spruch: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!

Alle die, die Geschwister haben, können das bestimmt unterschreiben. Irgendwie konnte man nicht mit und nicht ohne seine Geschwister. Manchmal wünschte man sich, lieber ein Einzelkind gewesen zu sein, und ein anderes Mal war man nicht voneinander zu trennen und ergriff für einander Partei vor den Eltern.

Auch die Bibel erzählt uns von vielen Geschwisterkonstellationen und so manchen Herausforderungen, die damit einhergingen.

So lesen wir schon zu Beginn der Bibel über Kain, der so eifersüchtig auf seinen Bruder Abel war, dass er ihn sogar umbringen wollte und dies letztlich sogar tat.

Jakob erschlich sich durch eine List das Erstsgeburtsrecht von seinem Bruder EsauJosef wurde von seinen Brüdern in einen Brunnen geworfen und schließlich als Sklave nach Ägypten verkauft, weil dieser von seinem Vater bevorzugt wurde. Man sieht, Geschwisterkonstellationen sind nicht immer einfach und bergen viel Sprengstoff in sich.

Was wir daraus lernen können?

  • Keine Lieblingskinder haben!
  • Jedem Kind die gleiche Menge an Aufmerksamkeit geben!
  • Sich nicht auf eine Seite ziehen lassen 
  • Die geschwisterliche Beziehung durch gemeinsame Aktivitäten und positive Äußerungen übereinander fördern!

Wie bereits oben beschrieben: Auch wenn man sich noch so viel Mühe gibt, kann man bestimmte Dynamiken und Prozesse nicht beeinflussen und muss diese dann aushalten und darauf vertrauen, dass es sich am Ende doch zum Guten entwickelt.

Und überwiegend haben die meisten von uns im Erwachsenenalter, ja doch recht gute Beziehungen zu ihren Geschwistern. Und wenn es hier mal richtig knirscht, darfst du damit zu Jesus gehen und ihn bitten, dass er die Situation wieder zum Guten wendet!

In diesem Sinne wünsche ich dir wundervolle Begegnungen mit deinen eigenen Geschwistern und gute Erlebnisse unter den Geschwistern bei dir zu Hause!

Deine Danny

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