Prüfungsangst

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Zwei unserer Töchter stehen gerade kurz vor dem Ende ihrer Schulzeit und haben deshalb einige Prüfungen vor sich liegen. Jede geht auf ihre eigene Art und Weise mit diesem Druck und Stress um. Die eine sagt sich: Nicht viel drüber nachdenken, Augen zu und durch. Die andere macht sich ein paar Gedanken mehr und reagiert sehr empfindsam auf Druck. Jede Aussage von außen, kann sie leicht aus dem Konzept bringen. Vor kurzem stand eine mündliche Prüfung auf dem Programm und bis zu dem Zeitpunkt war sie eigentlich recht gelassen. Aber dann sagte die Lehrerin folgenden Satz zu der Klasse: "Ihr seid aber alle noch erstaunlich ruhig. An eurer Stelle wäre ich etwas aufgeregter!" Sie glaubte wahrscheinlich, dass die Ruhe der Schüler bedeutete, dass sie das Ganze vielleicht auf die leichte Schulter nahmen. Und das mag vielleicht auch auf den ein oder anderen zugetroffen haben, doch für meine Tochter bedeutete diese Ruhe einfach nur die Abwesenheit von Druck und Stress, worüber sie und ich eigentlich ganz froh waren. Doch nach dem Satz der Lehrerin geriet meine Tochter in Panik und Stress, der dann ausgerechnet kurz vor der Prüfung in Tränen mündete. Das tat mir wirklich leid und deshalb versuchte ich alles, um sie zu beruhigen. Ich sagte ihr, dass sie erst einmal etwas essen und trinken sollte, sich in Ruhe fertig machen und jetzt nicht mehr an die Prüfung denken sollte. Schließlich habe sie jetzt ihr Möglichstes getan und nun mache es keinen Sinn mehr zu grübeln. Dann beteten mein Mann und ich mit ihr für die Prüfung. Zum Glück wurde sie dann auch allmählich ruhiger.

Ich musste danach noch länger über diese Situation und die Thematik der Prüfungen und dem Bestehen vor anderen nachdenken und was das in uns Menschen auslösen kann, so kritisch von jemandem beäugt zu werden und auch noch für das, was wir "abliefern" bewertet zu werden, in der Hoffnung am Ende gut dazustehen. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich richtige Prüfungsangst habe, aber ich bin vor solchen Situationen schon sehr aufgeregt, angespannt, nervös und froh, wenn ich es hinter mich gebracht habe.

Und dann musste ich daran denken, wie das mit Jesus und mir ist und welche Gefühle es in mir ausgelöst hat, vor ihm bestehen zu können und das ich sehr froh darüber bin, dass ich mir bei ihm diesen Druck und Stress nicht antun muss und er mich nicht mit bewertenden, sondern mit liebenden Augen ansieht. Woher ich das wissen kann? Weil die Bibel sagt, dass jeder Mensch, der einmal zu Jesus gekommen ist, sich von ihm seine Schuld hat vergeben lassen und ihn gebeten hat, in sein Leben zu kommen, freigesprochen ist und keine Verurteilung mehr befürchten muss! In 1.Johannes 1,9 steht:

Wenn wir aber unsere Verfehlungen eingestehen, können wir damit rechnen, dass Gott treu und gerecht ist: Er wird uns dann unsere Verfehlungen vergeben und uns von aller Schuld reinigen! 

In diesem Moment haben wir quasi ein für allemal die "Prüfung" vor Gott bestanden und brauchen ab dann keine Angst mehr vor Verurteilung zu haben! Auch wenn danach Situationen immer wieder nicht gut laufen, brauchen wir keine Angst zu haben, sondern können mutig und zuversichtlich zu ihm kommen, ihm die Situation sagen und sie erneut von ihm vergeben lassen.

Darum wollen wir mit Zuversicht vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten. Dort werden wir, wenn wir Hilfe brauchen, stets Liebe und Erbarmen finden! Hebräer 4,16

Im Gegensatz zu Menschen, die uns beurteilen, erwartet er nicht einfach nur etwas von uns und wir müssen dann abliefern und darauf warten, ob wir gut oder schlecht waren, sondern er hilft uns bei allem, was er sich von uns wünscht! Und dabei ist seine Haltung immer von Liebe und Erbarmen uns gegenüber geprägt, weil er uns bedingungslos liebt und nur das Beste für uns möchte! Das schenkt mir unglaublich Ruhe und Frieden. 

Und da kein Mensch auf dieser Welt wichtiger ist als Gott, brauchen wir vor ihnen und ihrer Bewertung uns gegenüber, keine Angst zu haben. Wir dürfen und sollen unser Bestes geben, aber dann darauf vertrauen, dass Gott es gut macht. 

Ich weiß nicht wie es dir mit solchen Prüfungssituation geht, aber wenn es dir ähnlich geht wie mir und meiner Tochter, dann hoffe ich, dass meine Gedanken dich etwas ermutigt haben und deinen Blick weg von den Menschen, bzw. den Prüfungssituationen, hin zu Gott und seinen Gedanken lenken und dir das Ruhe und Frieden vermittelt!

Deine Danny

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