Lästeralarm!

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Wo viele Worte sind, geht es ohne Sünde nicht ab,

steht in der Bibel in dem Buch der Sprüche 10,19.

Da Männer und Frauen im Schnitt etwa 16000 Worte pro Tag benutzen (das Frauen hier schlimmer sind als Männer ist ein vielgeglaubter Mythos. Frauen reden im Schnitt 16215 und Männer 15669 Worte), werden auch einige dabei sein, die nicht gut sind, die verletzen oder die andere schlecht machen. Besser bekannt als: lästern! Wir würden das natürlich nicht direkt so bezeichnen, sondern verkleiden die negativen Beschreibungen über andere als Sorge um den anderen oder fromm ausgedrückt, als Gebetsanliegen. 

Doch was steckt eigentlich dahinter? Lenken wir dadurch vielleicht von unseren eigenen Fehlern und Schwächen ab und freuen uns, dass es bei anderen noch viel schlechter läuft, als bei uns?

Doch dabei sind wir nie wirklich objektiv, sondern bringen unsere eigene Situation in ein viel helleres Licht und den anderen somit in unseren Schatten. Die Bibel deckt diesen Trugschluss auf, indem sie sagt:

Warum siehst du jeden kleinen Splitter im Auge deines Mitmenschen, aber den Balken in deinen eigenen Augen bemerkst du nicht? Lukas 6,41 

Auch die 10 Gebote behandeln dieses Thema:

Sag nichts Unwahres über deinen Mitmenschen! 2.Mose 20,16

Es ist also nicht nur eine Empfehlung, sondern klar als Aufforderung formuliert. Oftmals geben wir Dinge weiter, von denen wir nur über Dritte gehört haben und noch nicht einmal wissen, ob sie wirklich zutreffen. So können wir dem Ruf einer Person schaden, wenn wir Menschen falsche Informationen über andere weitergeben.

Außerdem zerstört es Beziehungen und macht unser gegenseitiges Vertrauen kaputt.

Warum sollte mein Gegenüber nicht auch über mich schlecht reden, wenn er schon über andere so schlecht redet? Ich fühle mich in Gegenwart solcher Menschen sehr unwohl. Ich möchte damit nicht sagen, dass ich noch nie gelästert habe. Und immer mal wieder passiert es mir, dass ich auch über andere (schlecht) rede.

Aber ich möchte immer mehr davon wegkommen und innerhalb von Gesprächen Position beziehen und mich von dem schlechten Reden distanzieren. Und unter Umständen möchte ich den Mut haben, eine Lästerrunde auch zu verlassen.

Wenn ich etwas über andere erzähle, möchte ich mich fragen:

Was ist meine Motivation dieses oder jenes von einer anderen Person zu erzählen?

Und ist das, was ich sage, wahr, hilfreich und aufbauend?

Ähnliche Kriterien zur Überprüfung meiner Worte, schlägt die Bibel in Epheser 4,29 vor:

Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Gnade bringe denen, die es hören.

Oder sind meine Worte vielleicht sogar unwahr, unnötig oder gar zerstörerisch. 

Auch hier ist die Bibel sehr deutlich und sagt in Jakobus 3,5:

 Genauso ist es mit unserer Zunge. So klein sie auch ist, so groß ist ihre Wirkung! Ein kleiner Funke setzt einen ganzen Wald in Brand.

 

Wie viele Freundschaften, Beziehungen und Gruppen sind durch schlechtes Reden übereinander schon kaputt gegangen!

Ich bin für dieses Thema sehr sensibilisiert, weil ich einige Jahre, während meiner Schulzeit, Mobbing erlebt habe und damit klarkommen musste, dass Mitschüler falsche Dinge über mich in Umlauf brachten und andere sich von diesen falschen Dingen haben beeinflussen lassen. Das war wirklich keine leichte Zeit und deshalb reagiere ich heute sehr empfindlich darauf, wenn Menschen ausgegrenzt oder über sie schlechte und vielleicht sogar falsche Dinge verbreitet werden!

Auch meinen Kindern habe ich versucht früh beizubringen, nicht über andere schlecht zu reden. Und wenn in unserem Haus gelästert wird, reden wir darüber und versuchen dieses Verhalten abzustellen. 

Lasst uns versuchen, Gutes zu reden und gerade als Christen, das Lästerspiel nicht mitzuspielen!

Ich weiß, dass das manchmal Mut erfordert, doch es lohnt sich!

Eure Danny

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Kommentare: 1
  • #1

    Kerstin (Donnerstag, 25 Januar 2024 20:57)

    Amen dazu :)!!!