Fastenzeit

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Gerade beginnt wieder die Fastenzeit. Vierzig Tage bis Ostern, soll auf Dinge verzichtet werden, um sich besser mit dem Leiden von Jesus identifizieren zu können. Denn nur, wenn wir auf etwas verzichten, spüren wir auch, was wir vermissen und wovon wir sonst genug haben.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich ein Mensch bin, der schwer auf Dinge verzichten kann, denn ich bin ein Genussmensch, liebe Essen, Fernsehen, Ausgehen....und verzichte nur sehr ungerne darauf. 

In meiner Kindheit und Gemeindeprägung, in der ich groß wurde, spielte das Fasten eine eher untergeordnete Rolle. Es gab nicht, wie in den klassischen Kirchen, feste Fastentage oder Zeiten, die man gemeinsam als ganze Gruppe beging.

Immer mal wieder habe ich gehört, dass Fasten etwas ist, was im Leben eines Christen von Bedeutung sei und es auch in der Bibel vorkommt. Aber es hatte nicht wirklich etwas mit mir persönlich und meinem Leben zu tun. Und ehrlich gesagt, fällt es mir auch heute noch schwer, meinen eigenen Zugang zum Fasten zu finden, weshalb ich es auch nicht wirklich praktiziere.

Doch nur, weil es mir schwerfällt, heißt es nicht, dass es nicht wichtig wäre und deshalb habe ich den Wunsch, dass ich zu diesem Thema in den nächsten Jahren einen größeren Bezug bekomme. 

Dazu finde ich es wichtig zuerst einmal die Hintergründe zu diesem Thema zu kennen und zu wissen, was denn eigentlich die Bibel zum Fasten sagt.

In der Bibel wurde oft zu bestimmten Tagen, während Feiertagen gefastet:

Am zehnten Tag dieses siebenten Monats soll heilige Versammlung sein; da sollt ihr fasten und keine Arbeit an diesem Tag tun! 4.Mose 29,7

Und wenn in dem Volk eine große Not oder andere Probleme herrschten, wurde zu einem gemeinschaftlichen Fasten aufgerufen:

Joschafat aber fürchtete sich und richtete sein Angesicht darauf, den Herrn zu suchen; und er ließ in ganz Juda ein Fasten ausrufen! 2. Chronik 20,3

Oder wenn Menschen auf den falschen Weg gerieten, fasteten sie:

Und ich rief dort am Fluss Ahawa ein Fasten aus, damit wir uns vor unserem Gott demütigten, um von ihm den rechten Weg zu erbitten für uns und unsere Kinder! Esra 8,21

Auch auf das Wie, bzw. Wie wir nicht fasten sollen, gibt die Bibel eine Antwort:

Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen, wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, um sich vor den Leuten zu zeigen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt! Matthäus 6,16

Im Neuen Testament bekam das Fasten vor allem nach der Himmelfahrt von Jesus eine größere Bedeutung:

Es wird aber die Zeit kommen, dass der Bräutigam (Jesus) von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten! Matthäus 9,15

Welche Rückschlüsse können wir für uns daraus ziehen?

Fasten ist sowohl im Alten als auch im Neuen Testament eine gängige Praxis, die in verschiedenen Situationen des Lebens angewendet wurde. Es gibt jedoch keine zeitliche Vorgabe. Und es ist wichtig, dass man das Fasten für sich und Gott tut und nicht, um vor Menschen gut dazustehen und sagen zu können: Schau her, wie lange ich schon auf dieses oder jenes verzichte!

Es geht auch nicht darum, abzunehmen oder aus gesundheitlichen Gründen auf Nahrung oder anderes zu verzichten.

Biblisches Fasten möchte meine Beziehung zu Gott klären. Ich darf in einer Fastenzeit erkennen, ob es etwas gibt, was zwischen ihm und mir steht. Wenn ich erkenne, dann kann ich es bekennen und ausräumen.  Biblisches Fasten ist dann gut, wenn es große Fragen oder Nöte in meinem Leben gibt. Ich darf mich im Beten und Fasten an Gott wenden und ihn bitten, meine Situation zu verändern und mir Antwort auf meine Fragen zu geben.

Eine Fastenzeit möchte eine Zeit sein, in der ich etwas intensiver als sonst, Gemeinschaft mit Gott pflege, ihn suche und von ihm erwarte.

Soweit mal ein kleiner Bibelexkurs.

Die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern, kann eine gute Gelegenheit sein, mit dem Fasten zu beginnen. Vielleicht nimmst du dir ein paar Tage, an denen du bewusst auf etwas verzichtest: Smartphone, Fernsehen, Süßigkeiten... Es müssen nicht 40 Tage sein. Wichtig ist, dass du mit der richtigen Haltung fastest und deinen Verzicht auf Dinge, mit Gemeinschaft mit Gott füllst.

 

Wie stehst du zu dem Thema? Fastest du? Vielleicht sogar regelmäßig? Hast du den biblischen Hintergrund als Grundlage oder fastest du aus anderen Gründen? Gerne höre ich von deinen Erfahrungen und bin gespannt, wie sich  das Thema in den nächsten Jahren so bei mir entwickelt.

Deine Danny 

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