Hast du schonmal von dem Begriff Empty-Nest-Syndrom gehört?
Er bezeichnet ein Gefühl, dass Eltern befallen kann, wenn ihre Kinder das Heim verlassen und eigene Wege gehen.
Das einst so volle, gemütliche Nest fühlt sich auf einmal leer und einsam an. Eltern können in eine Sinnkrise hineinkommen und beginnen sich zu fragen, was das Leben denn jetzt noch zu bieten hat.
Ich denke besonders schwer haben es da Mütter. Sie haben das Kind getragen, zur Welt gebracht, es versorgt und nun müssen sie es loslassen.
Ich würde mich als Vollblut- Mama bezeichnen und habe diesen Job aus Überzeugung gelebt.
Aber mir war es auch immer wichtig, neben dem Mama sein, noch andere Dinge zu haben, die mir Spaß machen und mir Erfüllung geben: Hobbys leben, das Pflegen von Freundschaften, ehrenamtliche Tätigkeiten und seit einiger Zeit auch wieder mein Job.
Da ich den Begriff des Empty-Nest-Syndroms früh kennen gelernt habe, habe ich mir fest vorgenommen, etwas dafür zu tun, dass ich dieses Syndrom nicht bekomme.
Mir war klar, dass ich meine Kinder nur eine gewisse Zeit anvertraut bekommen habe und sie dann ihr eigenes Leben leben werden. Und deshalb brauche ich auch noch mein eigenes Leben, wenn die Zeit des Zusammenlebens mit ihnen vorbei ist.
Mama sein ist definitiv eine Lebens(er)füllende Aufgabe, aber sie ist auch nicht das Wichtigste im Leben! Wie würde es sonst Frauen gehen, die keine Kinder bekommen können? Ist ihr Leben dann weniger erfüllt?
Ich bin dankbar, dass ich drei Kinder bekommen durfte. Es ist etwas, was mein Leben bereichert und erfüllt.
Aber es gibt noch etwas, was mich erfüllt und das ist meine Beziehung zu Jesus. Ich weiß, dass er einen Plan für mein Leben hat. Ich darf diesen erkennen und mit seiner Hilfe darin leben.
Warum sage ich das so? Weil alles in dieser Welt vergänglich ist.
Ehe vergeht, Beziehungen vergehen, Mama sein vergeht, aber das Einzige, was über den Tod hinaus Bestand hat, ist die Beziehung zu Jesus.
In der Bibel steht:
Himmel und Erde werden vergehen;
meine Worte aber werden nicht vergehen.
Markus 13,31
Alles was wir auf dieser Erde kennen und lieben lernen, wird einmal vergehen. Aber das, was Jesus gesagt hat und die Beziehung zu ihm, bleibt bis in alle Ewigkeit bestehen!
Deshalb sollte Jesus, vor unserer Ehe und vor unseren Kindern stehen.
Er ist der Herr und alles was wir haben dürfen, ist ein Geschenk von ihm.
Wenn Jesus unser Herr ist und vor allem steht, dann kann es auch sein, dass dem einen und anderen, bestimmte Dinge versagt bleiben, wie zum Beispiel ein Partner und/oder Kinder.
Und dann bleibt das Leben trotzdem sinnvoll, weil Jesus einen Sinn darin sah, dich auf diese Erde zu bringen und er einen richtig guten, individuellen Lebensplan für dich hat!
Das du diesen entdeckst, das wünsche ich dir!
Vielleicht denkst du: Danny hat ja gut reden, sie hat einen Mann und eine Familie.
Aber auch mit einer Familie ist nicht immer alles nur rosarot und es gab auch schon Zeiten, wo ich dachte, vielleicht wäre mein Leben auch einfacher ohne eine Familie.
Alles hat seine Vorzüge und seine Nachteile und keine Lebenssituation ist besser oder schlechter, als die andere. Es kommt nur darauf an, wie wir diese gestalten!
Also, egal in welcher Lebensphase du dich befindest, wünsche ich dir, dass du vor allem die Hauptsache deines Lebens nicht verpasst:
Dennoch bleibe ich stets an dir;
denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,
du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.
Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet,
so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
Psalm 73,23-26
Deine Danny
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