Von Anderen lernen

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In unserem Urlaub waren wir wieder mit unseren "älteren" Freunden zusammen. Vom Alter her, könnten sie unsere Eltern sein. Aber sie sind noch sehr jung geblieben, versprühen Lebensfreude und sind voller Vitalität.

Ich liebe es, älteren Menschen zuzuhören, ihren Lebensberichten und Erfahrungen zu lauschen. 

Früher war es selbstverständlicher, dass man mit mehreren Generationen zusammen lebte und dadurch das Leben des Anderen mitbekam und davon lernte. 

Mittlerweile leben nur noch wenige Menschen in Großfamilien zusammen und können deshalb auch nicht mehr so natürlich voneinander profitieren. 

Heute ist es wichtig, aktiv in solche Beziehungen, auch zwischen älteren und jüngeren, zu investieren. Es gibt Mentoren - Programme, bei denen Menschen mit mehr Lebenserfahrung, eine Zeit lang Jüngere Personen begleiten und sie an ihren Erfahrungen teilhaben lassen.

Ich finde das Klasse und finde, so etwas sollte es überall geben.

Das Prinzip des Mentorings ist schon so alt, wie die Bibel! Denn schon dort wurde die ältere Generation immer wieder dazu aufgerufen, ihren Enkeln und Kindern das mit auf den Weg zu geben, was man sie selbst früher gelernt hatte. Vor allem in Bezug auf ihren Glauben an Gott und die Erfahrungen, die sie mit ihm gemacht haben:

Was wir gehört und erfahren haben,

was schon unsere Väter uns erzählten,

das wollen wir auch unseren Kindern nicht verschweigen.

Jede Generation soll von Gottes mächtigen Taten hören,

von allen Wundern, die der HERR vollbracht hat.

Psalm 78,2-4

 

Es gab noch keine Bücher oder Filme, die sie ihnen hätten zeigen können, sondern sie mussten sich auf das beschränken, was sie selbst gelernt und erfahren hatten. 

Im Neuen Testament gibt es eine Bibelstelle, die sich auf die älteren Frauen bezieht. In dieser werden sie dazu ermutigt, ihre Lebenserfahrungen im Bezug auf Ehe und Familie an die jüngeren Frauen weiterzugeben.

Ich durfte schon des Öfteren in meinem Leben von solchen Frauen profitieren, die mir gute Tipps und Ratschläge gaben, als ich selbst in bestimmten Punkten nicht so recht weiter wusste. Das waren keine herausragenden Frauen, die besonders "berühmt" waren, sondern einfach Frauen, die mit beiden Beinen im Leben standen, Höhen und Tiefen durchlebten und einen guten Umgang mit unterschiedlichen Themen fanden. Für mich war es wichtig, dass es gläubige Frauen waren, die durch ihre Herausforderungen und Nöte, gemeinsam mit Jesus gegangen sind, mir davon erzählen konnten und mir Mut machten, an Gott dranzubleiben.

Man muss nicht erst ein bestimmtes Alter erreicht haben um Menschen ein Mentor zu werden. Denn irgendwer ist immer jünger als man selbst und man kann den Anderen, wenn er das möchte, an seinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Für mich war es schön zu erleben, wie ich profitieren durfte von älteren Menschen. Und irgendwann fing es an, das ich anderen Personen eine Mentorin sein durfte. Und das nicht, weil ich besonders klug und weise bin, sondern weil ich Dinge durchlebte und versuchte, mit Gottes Hilfe diese Dinge zu gestalten. 

Hast du auch ältere Menschen, die dich in ihr Leben hineinschauen lassen? Und/ oder bist vielleicht selbst ein Mensch, der seine Erfahrungen an andere weitergibt?

Es ist so gut, füreinander da zu sein und voneinander zu profitieren!

Deine Danny 

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