Kennst du auch Situationen, wo du das Ende herbeisehnst, weil du ein bestimmtes Ergebnis anstrebst, aber es geht nur sehr langsam voran und der Weg zum Ziel scheint noch so lang?
Wir sind meist Ergebnisorientiert unterwegs und wollen so schnell wie möglich zum erhofften Ziel gelangen. Das ist verständlich. Doch der Weg zu einem Ziel besteht aus vielen kleinen Etappen und jede davon bringt uns dem gewünschten Ergebnis etwas näher.
Kennst du den Spruch Der Weg ist das Ziel?
Ich weiß, er steht nicht in der Bibel und ist ein Spruch von Konfuzius, einem chinesischen Philosophen, aber ich finde, an diesem Spruch ist durchaus etwas dran.
Auf dem Weg zum Ziel passieren so viele gute, wertvolle und hilfreiche Dinge, die mich wachsen und reifen lassen. Ich merke, wie ich mich weiterentwickle, obwohl das gewünschte Ergebnis noch nicht da ist. Wenn ich nur das große Ziel im Auge habe und darauf zu sehr fokussiert bin, nehme ich nicht wahr, was in den Etappen dazwischen an Gutem geschieht.
Als ich in meiner Erschöpfungsdepression war, hatte ich nur ein Ziel: So schnell wie möglich aus dieser wieder heraus zu kommen!
Dinge wie, Ursachenforschung, Lebensmuster erkennen und entlarven, waren mir da irgendwie im Weg und schienen mich meinem Ziel nicht näher zu bringen.
Doch im Nachhinein weiß ich, dass es sehr wichtige Etappen waren, ohne die ich heute nicht so gut aufgestellt wäre. Ich hätte mein Ziel, aus der Erschöpfung herauszukommen, vielleicht irgendwann erreicht, ohne großartige Reflektion oder Ursachenforschung und Therapie. Doch wären mir wichtige Lerninhalte versagt geblieben.
Wir Menschen wollen alles so schnell wie möglich erreichen, doch Gottes Uhren laufen anders, offensichtlich langsamer und mit viel Gelegenheiten Zwischenstopps einzulegen.
Schon in der Bibel steht:
Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und meine Wege sind nicht eure Wege.
Jesaja 55,8
Gott sieht tiefer, weiter, er schaut das große Ganze. Er hat nicht nur das Endziel im Blick, sondern den ganzen Weg und weiß um Lernschritte und Erfahrungen, die wir bis dahin machen sollen.
Das ist manchmal sehr herausfordernd und nervig, aber im Rückblick betrachtet, ist Gottes Timing immer besser!
Gerade erlebe ich auch wieder so eine Situation, in der ich fieberhaft das Ende herbeisehne und mir jeder Zwischenschritt als überflüssig und sinnlos vorkommt. Mich packt die Ungeduld und sie wird größer, je länger der Weg dauert.
Aber dann versuche ich ruhig zu werden und mich daran zu erinnern, dass Gott eine andere Sichtweise auf die Situation hat. Er weiß genau, wann etwas dran ist, welcher Zwischenschritt notwendig ist und wann das Ziel erreicht ist. All den Menschen, die mit ihm leben und die ihn lieben, verspricht er:
Das eine aber wissen wir:
Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten.
Dies gilt für alle, die Gott nach seinem Plan und Willen zum neuen Leben erwählt hat.
Römer 8,28
Und wenn mein Glaube daran schwindet und die Ungeduld zu groß wird, nehme ich mir andere Menschen mit ins Boot und bitte sie, für meine Situation zu beten und dafür, dass ich es schaffe, auf Gottes Timing zu warten und zu vertrauen!
Wie ist das bei dir? Bist du auch schnell ungeduldig wenn das Ergebnis auf sich warten lässt oder schaffst du es, auch die kleinen Zwischenschritte als für dich gut zu betrachten?
Ich wünsche dir und mir einen langen Atem und wache Augen, das Gute in diesen Zwischenschritten zu erkennen!
Deine Danny
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