Lets talk about Sex!

Heute widmen wir uns mal einem etwas heiklen Thema, das man sonst nicht so offen thematisiert: Sexualität!

Um uns herum werden wir ständig damit konfrontiert. Das Thema kommt in Serien, Filmen, Sozialen Medien, Zeitschriften, Büchern usw. vor.

Was für ein Bild wird da eigentlich vermittelt? Ganz platt könnte man sagen: 

Hab Sex mit der Person, mit der du möchtest. Hauptsache beide haben Spaß und es wird niemandem dabei weh getan!

Manchmal bekommt man den Eindruck, dass Sexualität eine recht schnelle, einfache Geschichte ist, an der beide Partner gleichermaßen auf anhieb Spaß haben. 

Häufige Szene: Zwei Menschen lernen sich kennen, spüren eine große Anziehungskraft, reißen sich voller Leidenschaft die Kleider vom Leib und haben daraufhin beide den Sex ihres Lebens!

Vielleicht schreibe ich gerade etwas überspitzt, aber vom Prinzip her, ist es ungefähr das, was ich wahrnehme.

Doch in Wahrheit ist Sexualität eine viel komplexere Geschichte. Mann und Frau brauchen eine innerliche Sicherheit und Verlässlichkeit, damit sie sich dem Gegenüber komplett hingeben können. Gerade wir Frauen brauchen diese innere Verlässlichkeit um einiges mehr als Männer. Damit diese Sicherheit entsteht, braucht es Zeit. Ich kann eine so tiefe Verbindung nicht mit jemandem herstellen, den ich noch gar nicht gut genug kenne.

Es ist auch nicht richtig, dass man das Körperliche vom Seelischen trennen kann. Sexualität ist ein ganzheitliches Geschehen. Körper und Seele sind darin involviert und es nicht bloß das Aufeinander treffen zweier Körper. Wenn man mit einer Person Sex gehabt hat, kann man das nicht einfach so abtun nach dem Motto: War ja nur einmal. Es ist eine Verbindung entstanden. 

In der Bibel steht:

 

Darum verlässt ein Mann seine Eltern

und verbindet sich so eng mit seiner Frau,

dass die beiden eins sind mit Leib und Seele. 

1.Mose 2,24

 

Sie verbinden sich so eng miteinander, dass sie seelisch und körperlich miteinander verschmelzen und zu einer Person werden. Und dann versuch mal, zwei zusammengewachsene Dinge, wieder zu trennen! Das funktioniert nicht ohne Verletzung und Beschädigung. Sexualität außerhalb der guten Ordnungen Gottes, führen allerdings genau dazu. 

In Filmen wird suggeriert, dass Sex für beide Partner purer Spaß und Freude bedeuten. Das bis zum Spaß und zur Freude, aber ein längerer, gemeinsamer Weg erforderlich ist, auf dem man erst einmal herausfinden muss, was dem anderen wirklich Spaß und Freude macht, sagt niemand.

Gerade von Frauen weiß man, dass viele oft nicht zum Orgasmus kommen und ihn manchmal sogar vortäuschen. Oder sie empfinden Schmerzen beim Sex. Da braucht es einen sicheren, geschützten Rahmen, in dem man solche Themen offen miteinander besprechen kann und sich dann auf einen gemeinsamen Weg macht, zu entdecken, wie mein Gegenüber Freude und keine Schmerzen beim Geschlechtsverkehr hat.

Gemeinsam gelebte, lustvolle Sexualität ist immer ein Weg, der mal steinig und holprig ist, mal leicht und wunderschön und der sich dann entwickelt, wenn wir unsere Bedürfnisse äußern und die des anderen wahr,- und ernst nehmen.

Es gibt noch so einen Mythos, den ich nicht glaube. Er lautet: Man braucht viele, verschiedene Sexualpartner um für sich herauszufinden, was zu einem passt.  

Meines Erachtens gibt es nicht: Der oder die passt oder Der oder die passt nicht.

Sexualität ist ein Miteinander, ein gemeinsames Entwickeln, ein gemeinsames Wachsen. Es ist genauso wie sich eine Beziehung entwickelt. Mag es zu Anfang auch holprig sein, kann sie durch Geduld, Verständnis und echtem Interesse am anderen, mit der Zeit immer schöner werden.

Wenn Menschen hören, dass Gott sich Sexualität für die Ehe vorgestellt hat und sie bis zur Ehe damit warten sollen, sagen sie: Ich bin doch nicht blöd und kaufe die Katze im Sack! Was ist, wenn es am Ende nicht passt?

Rein menschlich ist das vielleicht verständlich. Wenn ich aber Sexualität als einen Weg betrachte, der miteinander gegangen werden muss und als etwas, was sich entwickelt, dann kaufe ich keine Katze im Sack, sondern bin am Anfang eines Weges, der manchmal anstrengend aber auch sehr oft einfach nur erfüllend und schön ist. 

Jede erlebte sexuelle Erfahrung wird etwas mit dir und deiner Seele machen und je mehr verschiedene Erfahrungen du gemacht hast, umso mehr Geschichte, Erinnerungen, Vergleiche und Verletzungen nimmst du in die nächste Beziehung mit.

Ich bin dankbar für unseren Weg der Sexualität. Nur wir zwei und unsere eigene Lerngeschichte. Mit Höhen und Tiefen, Sprüngen und Stolpersteinen, zu hohen Erwartungen aber auch Wachstum, Reife und Erfüllung.

Aus diesen eigenen Erfahrungen heraus kann ich sagen, dass Gottes Gedanken und Vorstellungen über Sexualität und Ehe absolut Sinn machen und es sein Wunsch ist, dass wir in unserer Sexualität mit unserem Ehepartner Erfüllung erleben!

 

Deine Danny 

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