Im Zuge der Marriage-Week habe ich einige Blogeinträge zum Thema Ehe geschrieben. Ich habe mich in diesem Fall auf normale Ehen mit Höhen und Tiefen fokussiert, um Ehen zu fördern und zu bestärken.
Mir ist jedoch durchaus bewusst, dass nicht jede Ehe alle Tiefen übersteht und so manche auch nicht: ...bis das der Tod uns scheidet.
Deshalb möchte ich mich heute diesem Thema widmen.
Es gibt Paarkonstellationen oder auch herausfordernde Lebenssituationen, die es einem der Partner oder vielleicht auch beiden, unmöglich macht, an einer Ehe festzuhalten.
Sie haben immer wieder gekämpft, wollten an dem Eheversprechen festhalten, haben auch diverse Hilfsangebote von außen wahrgenommen, aber es hat sich nichts zum Positiven verändert. Und je länger diese Ehe aufrecht erhalten wurde, umso mehr nahmen beide Seite Schaden mit davon. Einstige Liebe ist vielleicht sogar in Hass umgeschlagen. Jedes Wort ist von Ablehnung und Verletzung geprägt und manchmal ist sogar das seelische oder körperliche Wohl bedroht.
Egal wie sehr man sich bemühte, man kam einfach nicht auf einen gemeinsamen Nenner und fand keinen gemeinsamen Weg. Man sah einfach keinen Ausweg mehr und leidete nur noch.
Wenn man Christ ist, hat man vielleicht noch die Hoffnung, dass Gott alles zum Guten wenden kann. Doch diese Hoffnung wird immer kleiner, weil alle Gebete scheinbar nicht erhört werden und auch die Hilfe von außen nicht greift.
Dann spürt man immer mehr eine innere Zerrissenheit zwischen dem Wunsch nach einer Ehe bis zum Tod, aber auch der Realität, die dies einfach nicht möglich macht!
Gott sieht den ganzen Schmerz und Zerriss und er möchte mit hineingenommen werden.
Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind,
und verbindet ihre Wunden.
Psalm 147,3
Und wenn es wirklich zum Zerbruch kommt, ist Gott mit seiner Gnade und Vergebung da,
wie wir es schön an der Geschichte aus der Bibel mit der Ehebrecherin sehen können. Mehrere Männer zerren eine Frau zu Jesus, die beim Ehebruch ertappt wurde. Sie wollen, dass Jesus sie verurteilt und ihnen die Erlaubnis gibt, die Frau zu steinigen. Doch Jesus antwortet ihnen:
Wer unter euch ohne Sünde ist,
der werfe den ersten Stein auf sie.
Johannes 8,7
Beschämt verlassen die Anwesenden den Ort. Jesus wendet sich an die Frau:
Da richtete Jesus sich auf und sprach zu ihr:
Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt?
Sie aber sprach: Niemand, Herr.
Jesus aber sprach:
So verdamme ich dich auch nicht;
geh hin und sündige hinfort nicht mehr.
Johannes 8,10-11
Jesus kannte das Herz und die Geschichte dieser Frau und verurteilte sie nicht. Er gab ihr Wert und Würde zurück und schenkte ihr die Möglichkeit für einen Neuanfang! Aber eines war ihm wichtig. Die Frau sollte von nun an anders leben und nicht die gleichen Fehler weiter machen.
Wenn eine Ehe zerbricht hat meistens nicht nur einer einen Fehler gemacht. Jeder muss bei sich beginnen und schauen, was der Eigenanteil war.
Der Neubeginn mit Jesus, wie auch immer dieser aussieht, schenkt mir zugleich die Möglichkeit, mich von ihm verwandeln zu lassen, damit ich in die Lage versetzt werde, dieselben Fehler nicht nochmal zu machen. Ich werde nie perfekt sein, aber ich darf mich Gott hinhalten und ihn bitten, an meinem Charakter, an meinen Reaktionen, an meinem Handeln. zu arbeiten:
Richtet euch nicht länger nach den Maßstäben dieser Welt,
sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken,
damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt,
ob etwas Gottes Wille ist –
ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.
Römer 12,2
Wenn dich das Thema betrifft, hoffe ich, dass du diese Gnade und Vergebung von Jesus erlebt und in Anspruch nehmen konntest!
Und wenn es Menschen in deinem direkten Umfeld betrifft, sei barmherzig, wirf keine Steine und mach dir bewusst, wie Jesus mit Zerbruch umgeht!
Lasst uns weiter für jede Ehe im Gebet einstehen und kämpfen, aber auch mit Liebe und Barmherzigkeit reagieren, wenn eine Ehe auseinander gegangen ist!
Deine Danny
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