Innerhalb von wenigen Tagen, bin ich zweimal mit meinem älter werden konfrontiert worden.
Zuerst sprach mich jemand auf meine immer mehr werdenden, grauen Haare an und dann wurde ich auf dem Spielplatz für die Oma, ja ihr habt richtig gehört, für die Oma meines Patenkindes gehalten! Also, so alt bin ich auch nicht!
Omas haben doch Schürzen und Röcke an, eine Brille und weiße Haare, oder nicht?
Wenn ich da an meine eigene Oma denke, passt dieses Bild vielleicht in etwa. Aber auf meine Mama und meine Schwiegermama, die die Omas meiner Kinder sind, passt dieses Bild auf jeden Fall nicht. Sie kleiden sich modisch, haben keine weißen Haare und die eine spielt sogar Golf. Die Omas von heute sind ganz schön auf zack und gehen meistens für ein paar Jahre jünger durch.
Doch egal wie gut und jung man sich hält, den normalen Alterungsprozess kann niemand aufhalten. Und Forever young, ist eben doch nur ein Traum, bzw. ein Lied.
Wenn man die ersten Anzeichen fürs älter werden bei sich entdeckt, möchte man sie so schnell wie möglich beseitigen. Erste graue Haare reißt man zum Beispiel aus oder färbt sich daraufhin schnell die Haare. Und dann versucht man alles, um die Spuren des Alters zu beseitigen und den Prozess aufzuhalten. Vor allem andere sollen davon möglichst nichts mitbekommen.
Doch was ist eigentlich so schlimm daran, dass man älter wird und sich das auch an der ein oder anderen Seite zeigt?
Versteht mich nicht falsch, ich mag auch gerne jung und frisch aussehen und werde bald mal wieder meine Haare färben, weil ich es (noch) so schöner finde und ich mich für komplett graue Haare doch noch zu jung fühle. Und das man mich für eine Oma gehalten hat, hat mir natürlich auch nicht sehr geschmeichelt. Aber hey, meine Kinder werden immer älter. Eine heiratet sogar schon in ein paar Monaten und dann wird der Tag, an dem ich wirklich Oma werde, vielleicht nicht mehr allzu weit weg sein.
Wenn ich Fotos von vor ein paar Jahren ansehe, lässt sich nicht leugnen, dass da ein paar Jahre ins Land gezogen sind.
Doch eigentlich ist das eben ein ganz normaler Prozess. Wir sind jung, werden älter und irgendwann zerfällt unser Körper und unser Leben geht dem Ende entgegen. In der Bibel steht:
Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen,
auf dass wir klug werden.
Psalm 90,12
Ich kann mir jahrelang etwas vormachen und so tun, als würde alles immer so bleiben und dann auf einmal erschreckt sein, wenn es doch anders wird. Oder ich mache mir die Tatsache immer mal wieder bewusst, dass mein Leben nicht immer so jung und frisch bleibt und mache dann das Beste daraus!
Gott misst dem Alter sogar eine besondere Würde zu:
Graues Haar ist eine Krone der Ehre;
es ist die Frucht eines gottesfürchtigen Lebens.
Sprüche 16,31
Das heißt ja nicht, dass man sich gehen oder hängen lässt und nicht mehr das Beste aus sich machen sollte. Aber ich muss auch nicht so tun, als wäre das Alter, mit seinen ganz eigenen Herausforderungen gar nicht da.
Mal wieder liegt die Wahrheit in der Mitte!
Ich möchte auch irgendwann einmal eine fitte, frische, lebensbejahende Oma sein. Aber ich möchte auch das Altern annehmen und die Vorzüge genießen:
- Lebenserfahrung!
- Das Leben etwas leichter und unkomplizierter betrachten!
- Nicht mehr jedem Trend und jeder Meinung von Menschen herlaufen müssen, um ihnen zu gefallen!
- Es etwas ruhiger angehen lassen!
In erster Linie möchte ich glücklich und zufrieden sein und meinen Kindern und irgendwann einmal meinen Enkeln, gute Dinge mit auf ihren Lebensweg geben.
Wie ist das bei dir? Kannst du, falls bei dir auch erste graue Haare beginnen zu wachsen, gut mit dem älter werden umgehen oder fällt es dir schwer? Und wenn du noch jünger bist, hast du eine Idee davon, wie du mal im Alter sein möchtest? Ist uns allen bewusst, dass wir nicht Forever young sein können und unser Leben endlich ist?
Dieses Bewusstsein wünsche ich dir und mir auf jeden Fall und das wir neben aller guter Pflege für uns den Wert auf die Dinge legen, die für immer Bestand haben werden!
Deine Danny
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