Unterschiede

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Im letzten Urlaub ist mir wieder einmal aufgefallen, wie unterschiedlich mein Mann und ich sind.

Er ist Frühaufsteher (sogar im Urlaub), ich Langschläfer (auch im Alltag). Er möchte gerne aktiv sein und viel erleben, ich genieße die Ruhe und Stille. Er könnte 24 Stunden Zeit zu zweit verbringen, ich bin auch gerne mal ganz allein.

Als mir das so bewusst wurde, habe ich mich gefragt, ob das immer schon war und es mir einfach nicht so aufgefallen ist, oder ob sich auch das Ein oder Andere im Laufe der Zeit verändert hat. Und wahrscheinlich ist es etwas von beidem. 

Bei Paarkonstellationen fragt man sich ja immer wieder, sind es die Gegensätze oder die Gemeinsamkeiten, die einen am Anderen anziehen. So sagt der Volksmund: Gleich und Gleich gesellt sich gerne, aber eben auch: Gegensätze ziehen sich an!

Also was stimmt denn nun? Wahrscheinlich beides ein bisschen. Das, was beim anderen so ganz anders ist, finde ich aufregend und spannend. Das was bei uns ähnlich ist, gibt mir ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und Nähe. Doch da wir uns als Persönlichkeiten und auch als Paar immer wieder verändern, ändern sich auch die Dinge, die mich beim anderen faszinieren oder auch nerven. 

Wenn man länger zusammen ist, nerven einen oft kurioser Weise die Dinge, die man am Anfang besonders spannend fand!

Wie geht man dann mit diesen Spannungen um?

Gut ist, wenn man von Zeit zu Zeit eine kleine Bestandsaufnahme macht und überlegt, was man am anderen gerade positiv oder auch negativ findet. Und wenn sich in den Empfindungen etwas verändert hat, zu überlegen, wie es zu diesen Veränderungen gekommen sein könnte. Im nächsten Schritt kann ich dann das Gespräch mit meinem Partner suchen und mit ihm über meine Beobachtungen sprechen. Wichtig ist dabei, keine Vorwürfe zu machen, sondern auf der Ich-Ebene zu bleiben und dem anderen zu sagen, was man empfindet und was man sich wünscht. Zum Beispiel:

Ich habe festgestellt, dass ich in letzter Zeit sehr müde bin und mehr Pausen brauche. Können wir da mal schauen, wie wir das hinbekommen?

Was das Miteinander angeht, ist die Bibel ein guter Ratgeber. Sie sagt uns zum Beispiel in

Sprüche 18,17:

Ein jeder hat zuerst in seiner Sache recht;

kommt aber der andere zu Wort,

so findet sich’s.

 

Ich für mich gehe immer davon aus, dass ich mit meiner Meinung im Recht bin und der andere Unrecht hat. Doch es geht gar nicht um Recht oder Unrecht, sondern um zwei separate Meinungen und das Finden eines Kompromisses. 

Auch im puncto meiner Haltung dem anderen gegenüber, findet die Bibel das passende Wort, in Philipper 2,3-4:

...sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst,

und ein jeder sehe nicht auf das Seine,

sondern auch auf das,

was dem andern dient. 

 

Wenn es mir bei der Klärung nicht nur um mich selbst geht, sondern ich auch noch die Bedürfnisse des anderen im Blick habe, äußere ich nicht nur egoistische, auf mich bezogene Wünsche, sondern versuche dabei auch die des anderen zu berücksichtigen. 

Einander in seinen Unterschiedlichkeiten annehmen und sogar lieben zu können, ist keine leichte Sache und manchmal gelingt einem dies und manchmal nicht. Aber das Gute ist, wenn Jesus mit im Beziehungs-Boot sitzt, ist derjenige da, der uns kennt und uns hilft, einander anzunehmen.

Und er möchte uns auch dabei helfen, die Andersartigkeit des Anderen nicht als Bedrohung oder Angriff zu sehen, sondern als Bereicherung und Ergänzung für unser Leben! Denn nur so treten wir nicht auf der Stelle, sondern entwickeln uns immer weiter und wagen immer wieder einen Schritt aus unserer Komfortzone heraus. 

 

In diesem Sinne wünsche ich dir und mir, dass wir einen guten und konstruktiven Umgang mit den Unterschieden unseres Partners finden und nicht denken, dass es zwischen uns nicht funktioniert, nur weil wir an manchen Stellen unterschiedlich ticken.

Denn genau mit dieser Andersartigkeit hatte Gott einen Plan.😉

Deine Danny 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Crystal (Mittwoch, 06 Mai 2026 20:44)

    ��