Trauer

Heute bin ich ein bisschen wehmütig. Unsere alte Gemeinde fährt heute auf Gemeindefreizeit. Das erste Mal ohne uns.....😢

Und ich spüre, dass ich doch ein wenig traurig und wehmütig bin. 

Die Menschen, die ich liebgewonnenen und zu denen ich Beziehungen aufgebaut habe, leben jetzt ihr Leben und ihre Beziehungen ohne mich weiter (natürlich halten wir so viel es geht weiter Kontakt, doch das Leben und der Alltag und die neuen Erlebnisse vor Ort finden nicht mehr gemeinsam statt).

Bei so manch einem wird es gelingen, trotzdem die Herzen in Verbindung zu halten und am Erleben des anderen weiter teilzunehmen, aber es wird eben auch Beziehungen geben, wo das nicht gelingt. Und das ist ja auch normal, da keiner von uns in der Lage ist, so viele Beziehungen pflegen zu können. 

Wenn mein Mann solche Emotionen bei mir wahr nimmt, wird er selbst traurig und hat das Gefühl, mich entwurzelt zu haben und mir etwas Schlimmes angetan zu haben.

Doch darum geht es gar nicht. Ich schreibe dies auch nicht, damit ihr alle jetzt Mitleid mit mir habt und mich alle trösten wollt!

Ich möchte einfach in diesem Blog die ganze Breite der Emotionen und Herausforderungen des Lebens ablichten und zeigen, dass alle diese Gefühle und Erfahrungen ihre Berechtigung haben und sie ausgehalten und durchlebt werden müssen, damit sie nicht verdrängt werden und irgendwann anders unter weitaus schlimmeren Gefühlen ans Licht kommen.

Ich befinde mich jetzt einfach in einer Trauerphase und die gilt es bewusst zu durchleben und zu fühlen.

Und das Gute ist: In dem Ganzen bin ich nicht alleine!

Ich habe einen Mann, dem es wichtig ist, dass es mir gut geht und der dann auch alles tut, damit das auch der Fall ist. Ich habe meine Kinder, die mich mit ihren eigenen Geschichten ablenken und erheitern.Ich habe meine Eltern, Geschwister, Schwiegerfamilie...

 Ich habe ein paar sehr gute Freundinnen, die mich durch diesen Prozess begleiten und die immer für mich da sind, egal wie viele Kilometer uns trennen. 

Und das Wichtigste: Ich habe Jesus an meiner Seite, der mir zusagt, dass er mich "trösten möchte wie eine Mutter", der alle meine Tränen sammelt und sie mir später im Himmel sogar persönlich abwischen wird

( Bibelvers), und der mir zusagt, dass "er denen nahe ist, die zerbrochenen Herzens sind"!

Und der mir "Freudenöl statt Trauer schenkt"!

Und von solch Mutmachenden Versen gibt es etliche in der Bibel....

Ich kann zu ihm kommen, mein Herz ganz ehrlich bei ihm ausschütten und wissen, dass er mit mir mitfühlt, weil er selbst Zeiten des Abschieds und Loslassens erlebt hat!

Egal, was sich um mich herum verändert und wer an meiner Seite bleiben oder aber auch gehen wird, eines bleibt: Jesus, der mir verspricht: "Ich bin bei dir alle Tage, bis an der Welt Ende!"

In diesem Sinne trauere ich jetzt und heule ne Strophe und mache mir dann wieder bewusst, dass ich nicht alleine bin!

Wie gehst du mit Trauer um? Lebst du sie und lässt du sie zu oder verdrängst du sie eher?

Ich wünsche dir, dass du sie zulassen und bewusst durchleben und dadurch auch verarbeiten kannst! Und vor allem, dass du in diesem Prozess Jesus mit an deiner Seite hast!

Deine Danny 


P.S.: Wenn du gerade ähnliches durchmachst, schreib mir gerne! Denn geteiltes Leid ist halbes Leid!