Verbockt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Heute habe ich Post bekommen. Aber eine von der unerfreulichen Sorte.

Ich darf für einen Monat meinen Führerschein abgeben und muss noch Strafe bezahlen, weil ich  jemandem zu dicht aufgefahren bin 😞.

Wenn meine Familie das hier liest, werden sie denken: Haben wir ihr doch schon hundertmal gesagt. Sie fährt einfach zu dicht auf! Irgendwann musste ja die Quittung kommen!

Ich finde eigentlich, dass ich eine gute und umsichtige Fahrerin bin. Gut, ich mag es eher schnell als langsam und fahre vielleicht manchmal etwas zu dicht auf, aber sonst...

Es gibt Menschen, die fahren wesentlich schlechter und aggressiver als ich und benehmen sich im Straßenverkehr sehr bösartig. Aber wen erwischts? Die Guten.

Wenn ich jedoch tief in mich hineinhorche, merke ich sehr schnell, dass das mit dem die Guten und die Schlechten, gar nicht so stimmt.

Wir Menschen neigen dazu, unser eigenes Fehlverhalten runterzuspielen, es mit anderen zu vergleichen, um dann festzustellen, dass wir nicht so schlecht sind wie der Andere.

Dieses Prinzip ist so alt wie die Welt und kommt auch schon in der Bibel vor. Jesus erzählt ein Gleichnis, um darzustellen, wie es ist, wenn man sich über andere erhebt.

Zwei Männer gehen in den Tempel. Der eine ist ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer beginnt sein Gebet mit den Worten: 

Ich danke dir, Gott, dass ich nicht so bin wie andere Leute:

kein Räuber, kein Betrüger, kein Ehebrecher

und auch nicht wie dieser Zolleinnehmer da hinten.

Lukas 18,11

 

Vor Gott sind alle Menschen gleich schuldig. Keiner ist besser oder schlechter! 

Alle sind schuldig geworden

und spiegeln nicht mehr die Herrlichkeit wider,

die Gott dem Menschen ursprünglich verliehen hatte.

Römer 3,23

 

Das ist der Tatbestand. Und verändern tut sich das Ganze erst, wenn ein Mensch einsieht, dass er vor Gott schuldig ist und Vergebung braucht. Und wenn er um Vergebung bittet, dann...:

...erweist sich Gott als treu und gerecht:

Er wird unsere Sünden vergeben

und uns von allem Bösen reinigen. 

1.Johannes 1,9

 

Und dann hält uns Gott unsere Sünden auch nicht mehr vor:

So fern, wie der Osten vom Westen liegt,

so weit wirft Gott unsere Schuld von uns fort!

Psalm 103,12

 

Das bedeutet nicht, dass wir ab dem Moment, wo wir Vergebung erhalten haben, nicht mehr sündigen. Aber wir werden nicht mehr für unsere Sünden bestraft. Die Strafe hat Jesus für uns am Kreuz bezahlt! 

Wenn uns dann immer mal wieder ungute Dinge passieren, dürfen wir damit zu Jesus gehen und ihm sagen, dass es uns leid tut und dann ist es auch gut. Und wir brauchen uns dann nicht mehr schuldig zu fühlen oder zu verurteilen!

Ich muss also zugeben: Ja ich habe das gerade mit dem Autofahren verbockt! Dazu muss ich stehen und mir eingestehen, dass ich mich in dem Moment falsch verhalten habe! Und es bringt auch nichts zu sagen: Andere fahren schlechter. Das macht meinen Fehler nicht besser.

Mit all unseren Fehlern und Schwächen dürfen wir zu Jesus kommen. Wir müssen uns nicht besser machen, er nimmt uns, wie wir sind!

Hast du dir deine Schuld auch schon vergeben lassen? Das wünsche ich dir sehr! Und Gott ist nur ein Gebet entfernt!

Deshalb sei gnädig mit anderen, aber auch mit dir selbst, weil Gott gnädig mit uns ist.

Deine Danny 

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