Lob und Kritik

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Ich habe heute einen guten Podcast gehört. Er handelte davon, welche Dinge uns triggern und wie unsere Reaktionen darauf zeigen, was tief in unserem Herzen vor sich geht.

Bei einem Punkt ging es um das Thema Kritik und Ablehnung. Es fiel ein Satz, der mich sehr angesprochen hat:

Wer vom Lob anderer Menschen lebt, wird an der Kritik anderer Menschen ersticken!

Was für ein krasser Satz!

Und sofort habe ich mich gefragt, wie es um mich bei diesem Thema steht. Würdest du mich fragen, ob ich vom Lob oder der Kritik anderer Menschen abhängig bin, würde ich wahrscheinlich mit Nein antworten. Aber wenn ich so ganz ehrlich werde, betrifft es mich doch mehr, als ich mir zugestehen möchte.

Gut gezeigt hat das eine gerade erlebte Situation:

Für meine neue Stelle wurde eine Abstimmung durchgeführt, in der man für oder gegen meine Anstellung stimmen konnte. Und in einer demokratischen Gemeinschaft ist das ja auch völlig legitim, dass jeder frei entscheiden und seine Meinung äußern darf und in meinem Fall: Für Ja oder für Nein stimmen kann.

Und um es vorweg zu nehmen, die Abstimmung ging sehr eindeutig aus. Die große Mehrheit stimmte dafür. Ein wirklich gutes Ergebnis. Aber es gab auch ein paar ganz wenige Nein Stimmen. Und was mache ich? Anstatt mich über das positive Ergebnis zu freuen, grübele ich über die wenigen Nein Stimmen nach und frage mich: Was hat die jeweilige Person dazu bewogen, mit Nein zu stimmen? Mag sie mich nicht? Hält sie mich nicht für fähig? Und um wen handelt es sich dabei? Habe ich bei der ein oder anderen Person vielleicht schon etwas Negatives mir gegenüber gespürt oder läuft das im Stillen ab?

Es ist doch wirklich unfassbar, dass so ein paar wenige Nein´s so etwas in mir auslösen?

 

Wenn Kinder klein sind, sind sie von einem positiven Feedback ihrer engsten Bezugspersonen abhängig. So entwickelt sich ein positives Selbstbild. Aber je älter man wird, desto weniger sollte man von der Meinung anderer abhängig sein und eine Sicherheit entwickelt haben bzgl. dessen, was man ist und kann. Doch aus verschiedenen Gründen, nehmen wir in unserer Erwachsensein Unsicherheiten mit. Wenn wir als Kind nicht genügend Ich-Stärke erlebt haben, dann kann es sein, dass wir unsicher sind an der Stelle, an der eigentlich Selbstbewusstsein sein sollte und wir mit Minderwertigkeitsgefühlen zu kämpfen haben. Doch der Vorteil von uns Erwachsenen ist, dass wir in der Lage sind, Situationen zu reflektieren und im Nachhinein umzudeuten!

Deshalb habe ich beschlossen, ein innerliches Gedanken-Stopp einzulegen, die Situation sachlich zu betrachten und mich zu fragen, wer oder was eigentlich meinen Wert ausmacht?

Und dann komm ich dahinter, dass es einzig und allein wichtig ist, was Gott über mich denkt. Und er spricht mir zu, dass ich sein geliebtes Kind bin, auf wunderbare und einzigartige Weise gemacht bin und das er sogar über mich jubelt und sich freut:

Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland.

Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein,

er wird dir vergeben in seiner Liebe

und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein. 

Zephanja 3,17

 

Er allein sollte meinen Wert bestimmen und Niemand sonst!

Menschen mögen es gut oder auch schlecht mit dir meinen. Ihre Meinung ist unbeständig, wechselhaft und zeitlich begrenzt. Doch Gottes Meinung über dich ändert sich nicht. Sie bleibt in Ewigkeit bestehen!

Ich schreibe das in dem Wissen, dass ich dies zuerst mir sagen muss!

Ich möchte dich ermutigen, dich nicht vom Lob oder der Kritik anderer Menschen abhängig zu machen, sondern deinen Wert zu erkennen, den dir Gott gibt!

Ich hoffe, dass gelingt dir und mir immer besser!

Deine Danny 

Hier geht es zum Podcast:

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